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Thermische Solaranlagen

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Thermische Solaranlage

Thermische Solaranlagen werden zur Warmwasserzubereitung und Heizungsunterstützung errichtet.
Bei Anlagen, die heizungsunterstützend arbeiten sollen, werden in der Regel Pufferspeicher eingesetzt, die die überschüssige Wärme aufnehmen und mit einer weiteren Wärmequelle (Brennwertkessel, Holzvergaseranlage, Wärmepumpe u.w.) gekoppelt sind.
In Deutschland kann eine Solarwärmeanlage in den Sommermonaten bis zu 100 Prozent des Warmwasserbedarfs decken. In den übrigen Monaten ist eine Zusatzenergie notwendig.
Eine besonders umweltfreundliche und platzsparende Lösung stellen direkt auf dem Dachboden installierte Erdgasheizungen mit Brennwerttechnik und Solarkollektoren dar. Der Warmwasserspeicher wird dann von der Sonne und dem Heizkessel erwärmt.



Solarkollektoren

Bei der thermischen Solaranlage kommen verschiedene Kollektorenarten zum Einsatz wie z. B. Flachkollektoren, Vakuumflachkollektoren oder Vakuumröhrenkollektoren.

  Flachkollektoren führen in Kupferrohren, die in Form von Registern im Kollektor angeordnet sind, über aufgelötete Absorberflächen (Oberflächenvergrößerung) das Wärmeträgermedium.
Sie haben gegenüber Vakuumröhrenkollektoren einen größeren Wärmeverlust, sind jedoch preiswerter.
Flachkollektoren lassen sich im Gegensatz zu Vakuumröhrenkollektoren ins Dach integrieren.
     
  Der Vakuum-Röhrenkollektor eignet sich besonders für die lageunabhängige Montage. Da das Solarmedium die Kollektorröhre direkt durchströmt, kann er ohne Aufständerung auf ein Flachdach gelegt oder senkrecht an einer Fassade montiert werden. Die einzelnen Röhren lassen sich radial drehen und so optimal zur Sonne ausrichten. Dickwandiges Borosilikat-Glas und eine dauerhafte vakuumdichte Glas-Metall-Verbindung gewährleisten hohe Betriebssicherheit und lange Nutzungsdauer.
Vakuumröhren sind eine ideale “Wärmefalle”, denn die im Vakuum eingeschlossenen Kupferrohre mit der Wärmeträgerflüssigkeit erhalten den vollen Wärmeeinfall der Sonne, jedoch verhindert das Vakuum den Wärmeaustausch mit der Umgebung. Das bedeutet kaum Wärmeverlust.


Solarspeicher

Weiterhin benötigt man einen Solarspeicher. Auch bei den Speichern gibt es verschiedene Arten (Bivalenter Speicher mit zwei Rohrwendeln, Bivalenter Speicher mit Thermosiphontechnik, Kombispeicher, Pufferspeicher u.s.w.) und Möglichkeiten des Anschlusses.

Bivalenter Speicher   Pufferspeicher   Kombispeicher
         
   


Solarkompaktstation

Als weitere Systemkomponenten ist eine Solarkompaktstation bestehend aus Umwälzpumpe, Armaturen und Solarregelung, sowie die Verrohrung zwischen Kollektor und Solarkompaktstation notwendig.
Für die Verrohrung werden meist vorgefertigte Systemrohre verwendet. Dies ist ein isoliertes Doppelrohr mit integrierter Sensorleitung.

  Solarkompaktstation  
     
   


Wo installiere ich die Anlage?

Eine Solaranlage für die Brauchwassererwärmung lässt sich fast überall installieren.
Für den Warmwasserbedarf eines Vier-Personenhaushaltes reicht eine Kollektorfläche von vier bis sechs Quadratmetern aus. Diese sollte möglichst nach Süden, Südwesten oder Südosten ausgerichtet sein.
Der Ort für die Aufstellung kann das Hausdach, die Garage oder auch die Balkonüberdachung sein.
Am meisten Sonnenwärme liefert die Solaranlage, wenn der Neigungswinkel des Kollektors etwa 45 Grad beträgt und keine Bäume oder andere Gebäude die Fläche beschatten. Um Kosten zu sparen und Energieverluste zu vermeiden, sind kurze Leitungswege vom Kollektor zum Warmwasserspeicher vorteilhaft.
Auch sollten Waschmaschine (wenn möglich) und Geschirrspüler an das Warmwasser angeschlossen werden.

In Abhängigkeit von örtlichen Gegebenheiten und dem Kundenwunsch wird von uns ein entsprechendes Konzept mit möglicher Ertragsberechnung erarbeitet und Ihnen ein Angebot unterbreitet.